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 15.2.1980, Professor McGregors Büro

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Jonathan
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Sa Jun 18, 2016 10:15 am

Auf ihre Frage nach dem Jäger nickte er zustimmend. "Gut? Das will ich meinen!", gab er mit einem leisen Lachen zurück. "Profi-Quidditch war mein allererster Zukunftstraum, noch vor Auror. Gut, letztendlich bin ich nichts von beidem geworden. Es kommt halt doch immer alles anders als man denkt, aber wichtig ist es, dass du einmal öfter aufstehst, als du hinfällst. Ich weiß, dass sagt sich leicht, aber... warte mal..."

Er ging zur hinteren Wand , öffnete eine Kiste und begann darin herumzukramen. "Okay... irgendwo war doch... nein, da nicht.... aber... Volltreffer!"

Er hielt Suzanna ein kleines Fläschchen mit einer klaren Flüssigkeit vor die Nase. "Kannst du dir vorstellen, was das sein könnte?"
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Sara
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   So Jun 19, 2016 2:23 am

Nachdenklich nahm sie das kleine Fläschchen entgegen und sah McGregor neugierig an. "Profi-Quidditch? Hätte das auch geklappt oder war es eher ein Wunsch?" Was würde sie nur dafür geben...Aber diesen Traum konnte sie wohl begraben. Davon, dass es immer anders kommt als man denkt, konnte sie wahrlich ein Lied singen.

Um die düsteren Gedanken fortzuscheuchen richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf die Flüssigkeit. Sie drehte die Flasche in ihren Händen, fand aber kein Etikett. Vorsichtig löste sie den Stopfen und roch daran. Ein leicht zitroniger Geruch stieg ihr in die Nase, aber sie konnte es nicht zuordnen. Fragend sah sie den Professor wieder an. "Besenpflege?"
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Mo Jun 20, 2016 12:48 am

"Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht", gab Caradoc zur Antwort auf ihre erste Frage. "Ich war schon verdammt gut auf dem Platz, aber um es genau zu wissen, hätte ich weitermachen müssen. Ich bin im siebten Schuljahr aus dem Team ausgeschieden,  um mich aufs Lernen zu konzentrieren. Ich konnte nicht beides auf einmal schaffen, Quidditch und die guten Noten, um Auror zu werden. Also musste ich eine Entscheidung treffen,  auch wenn es schwerfiel. Und ich dachte, als Auror kann ich etwas bewirken. Die Menschen schützen, die mir wichtig sind..."

Er brach ab. "Aber ich glaube,  du brennst schon darauf zu erfahren, was in dem Fläschchen ist. Es ist eigentlich ganz einfach: Da wir nun wissen, dass unsere Briefe angefangen werden können, ist es wichtig, ihren Inhalt in Zukunft zu verschlüsseln. Natürlich gibt es vielerlei magische Möglichkeiten,  das zu tun, aber jeder Zauber, den ein Magier anwendet, um die Worte zu verändern, kann von einem noch mächtigeren Magier gebrochen werden. Deshalb sind die einfachsten Lösungen oft die besten."

Er schmunzelte."Unsichtbare Tinte, Suzie. Eigentlich ein Muggle-Trick,  aber genau deshalb wird es kein Zauberer vermuten, und am allerwenigsten ein Reinblüter."
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Mo Jun 20, 2016 1:22 am

Ein wenig traurig blickte sie den Professor an. Mit dem Quidditch aufhören klang für sie nicht nach einem Erfolgsrezept um glücklich zu werden, eher im Gegenteil. Erst recht, wenn man den Sport so sehr liebte. Sie fragte sich was passieren müsste, damit sie mit dem Quidditch aufhören würde. Nichts davon wäre ihre eigene Entscheidung, soviel war klar.

Sie runzelte die Stirn, als ihr Lehrer sie mit der Lösung des Rätsels konfrontierte.
"Unsichtbare Tinte? Im Prinzip keine schlechte Idee, aber..." sie schwieg kurz. "Wenn ich einen leeren Brief verschicke, dann wird jeder wissen, dass da irgendwas versteckt sein muss. Und dann werden sie es mit dem Aparecium sichtbar machen können, oder nicht?" Sie war skeptisch. Sie hatte selbst schon diverse Stunden über genau diesem Problem gebrütet. Es gab keine sichere und einfache Möglichkeit Briefe zu verschlüsseln. Alles, was ihr sicher vorkam, war ebenso aufwändig und sie hatte keine Lust es für normale Briefe zu verwenden.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Mo Jul 11, 2016 2:33 am

Caradoc seufzte kurz. Es war so typisch für Suzanna in allem immer gleich das Negative zu sehen. Einen Moment lang fragte er sich, ob sie jemals fröhlich und unbeschwert gewesen war. Aber wenn sie es einmal gewesen war, hatte sich spätestens mit dem Angriff im Wald alles geändert.

"Genau deshalb solltest du auch keinen leeren Brief verschicken", erklärte er ihr. "Du schreibst einen normalen Brief auf die eine Seite des Pergaments und den unsichtbaren Brief auf die andere. In den normalen Teil schreibst du die eher alltäglichen Dinge und in den geheimen Teil die Dinge, die niemand wissen soll. Der Zeitaufwand ist nicht viel.größer als bei einem normalen Brief auch, du musst ja zwischendurch nur einmal die Tinte wechseln."

Er deutete auf das Fläschchen. "Und was den Apparecium angeht, der funktioniert nur, um magische Verschlüsselungen sichtbar zu machen, falls du zum Beispiel magische unsichtbare Tinte verwendest. Das Zeug hier ist Muggle-Tinte, du brauchst Hitze, um sie sichtbar zu machen. Chemische Reaktion nennt sich sowas. Auf die Idee muss erstmal jemand kommen und wir wissen doch wie bewandert die Todesser mit Muggle-Dingen sind."
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Mo Jul 11, 2016 11:11 am

Sie sah dem Professor an, dass er etwas frustriert war von ihrem Unvermögen sich übermäßig über den Vorschlag zu freuen. Aber es war nun einmal wichtig alle Schwachstellen zu betrachten, statt einer neuen Idee blind zu vertrauen. Alles andere wäre einfach zu gefährlich.

So ganz vertraute sie dieser neuen Mathode immer noch nicht, auch wenn die Erklärung es ein wenig besser gemacht hatte. "Also... erwärme ich einfach den Brief und dann kann ich die Schrift lesen? Bleibt sie dann oder hält das nur so lang es warm ist?" Sie klang immer noch skeptisch, zuckte dann aber die Schultern. "Einen Versuch ist es wert. Und jetzt in der Schulzeit werden ja sowieso nicht so viele Briefe geschrieben. Aber die anderen sollten davon wissen. Generell, dass Briefe gelesen werden und welche anderen Möglichkeiten wir nutzen wollen. Vielleicht gibt es da ja auch noch Ideen." Und wieder spürte sie diese bleierne Müdigeit, wenn sie an das nächste Archetreffen dachte und an all das, was es zu besprechen gab.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Do Aug 04, 2016 11:58 pm

"Wenn du die Schrift einmal erhitzt hast, dann bleibt sie sichtbar," erklärte Caradoc. "Sie verfärbt sich bräunlich."

Er versuchte, sich in Erinnerung zu rufen wie das am Besten funktionierte. "Die Muggel haben sogar ein spezielles Gerät dafür, einen Eisenbügel oder so ähnlich nannte er das..."

Caradoc stützte nachdenklich das Kinn in die Hand. "Nun, ich weiß zwar nicht, was für ein Bügel das ist und wo man ihn bekommt, aber vielleicht kennt Levi sich damit aus. Ansonsten bin ich mir sicher, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Du könntest den Brief über eine Flamme halten zum Beispiel... du müsstest dann nur darauf achten, dass er kein Feuer fängt."

Auch seine Gedanken wanderten kurz zum bevorstehenden Treffen. "Ich stimme dir zu, dass wir auf alle Fälle mit den anderen darüber reden sollten."
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Fr Aug 05, 2016 7:46 pm

Das Unverständnis war ihr ins Gesicht geschrieben. Ein Eisenbügel? War das ein Kleiderbügel aus Eisen? Den man erhitzen konnte? Vielleicht zum Kleidung trocknen, mutmaßte sie und schob den Gedanken dann wieder beiseite. Spielte jetzt auch keine Rolle.

"Dann sprech ich das beim nächsten Treffen mal an..." Ein bisschen planlos sah sie den Professor an, denn so wirklich weiter war sie nicht und sie hatte auch keine Ahnung wie sie nun weitermachen sollte. Aber irgendwie war das ja nichts Neues. "Ich...würd dann mal wieder zurück in den Gemeinschaftsraum. Danke für die Hilfe."
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Do Aug 11, 2016 6:39 pm

Caradoc musste schmunzeln, als Suzanna ihn so verwirrt anblickte. Wenigstens war er nicht der Einzige, der keine Ahnung von Muggle-Technik hatte. Er wusste so einiges über ihre Geschichte, aber darüber wie sie heute lebten, konnte er fast nichts sagen.

"Behalte die Tinte und nimm sie mit für deine nächsten Briefe", meinte er mit einem Blick auf das Fläschchen. "Teile sie auch mit den anderen, aber sei vorsichtig, wem du sonst noch davon erzählst. Wir wollen ja nicht, dass die falschen Leute davon erfahren."

Suzanna's Blick war immer noch ein wenig verwirrt, aber jetzt war eine Hilflosigkeit dazu gekommen, die fast schmerzhaft war. Zumindest für den Moment schien es, dass sie keinerlei Möglichkeit hatten,  die beiden Steine zurück zu bekommen. "Ich bedauere, dass ich dir nicht mehr helfen konnte. Allerdings" - er zog sich sein eigenes Lederband über den Kopf" - "bis wir einen Ersatz für dich haben, können wir dich wohl kaum ohne Stein lassen."

Er trat auf sie zu, um ihr die Kette mit dem Serpentin um den Hals zu legen.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Do Aug 11, 2016 7:08 pm

"Ach ja." Immernoch etwas planlos griff sie zur Tinte und packte sie in ihre Tasche. Sie würde nachher Elijah davon erzählen, vielleicht konnte er sich ja einen Reim auf diesen heißen Bügel machen.

Als der Professor mit seiner eigenen Kette auf sie zu trat, wich sie jedoch erschrocken einen Schritt zurück und schüttelte den Kopf. "Das geht nicht. Ich...ich hab in so kurzer Zeit direkt beide meine Steine verloren, mir steht kein dritter zu. Wirklich nicht." Der Gedanke daran war jedes mal auf's Neue fast körperlich schmerzhaft. Der Onyx...Devin...der Rosenquarz...sie schüttelte nochmal den Kopf. "Ich muss los." Damit wandte sie sich ab, um den Raum zu verlassen.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Mo Aug 15, 2016 7:55 pm

Es verwunderte ihn nicht, dass Suzanna den Stein ablehnen wollte - sie tat sich immer schwer damit, Hilfe anzunehmen - vermutlich aus Angst, sie könne schwach erscheinen. Was ihn jedoch überraschte, war die Heftigkeit ihrer Reaktion. das war nicht nur Angst, es war beinahe schon Panik.

Er stutzte, konnte es sein, dass sie Schuldgefühle hatte? Dass sie sich selbst für den Verlust der Steine verantwortlich machte, sogar jetzt noch, nachdem sie geklärt hatten, dass es Fremdeinwirkung war?

Ruhig und bestimmt trat er ihr in den Weg. "Was meinst du damit, dir steht kein dritter zu? Es war doch nicht deine Schuld, dass der Brief geöffnet wurde."
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Mo Aug 15, 2016 10:37 pm

Sie stoppte abrupt, um nicht in Caradoc hineinzulaufen und machte dann wieder einen kleinen Schritt zurück. Sie wollte das nicht ausdiskutieren, nicht jetzt, wo ihre Gedanken sowieso so aufgewühlt waren. Aber irgendetwas musste sie sagen, jetzt wo er ihr im Weg stand.
"Meine beiden Steine sind innerhalb von kürzester Zeit verschwunden. Das ist sicher kein Zufall und ich...es wäre dumm mir in so einer Situation noch einen weiteren Stein zu geben. Was wenn den dann auch jemand stiehlt? Oder ich ihn verliere? Und dann wären es nicht mal meine!" Und die Steine waren nichts was man so einfach ersetzen konnte. Also die Steine schon, aber... "Das Angebot ist wirklich nett, aber ich kann es nicht annehmen." Ihre letzten Worte kamen gepresst und sie hoffte der Professor würde es einfach gut sein lassen.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Di Aug 16, 2016 9:59 pm

Er konnte deutlich sehen wie aufgewühlt sie war und wie sehr sie versuchte, es zu verbergen. "Ich kenne jemanden, der dir jetzt einen Vortrag über Stochastik halten würde und darüber, dass die Wahrscheinlichkeit diesen Stein zu verlieren nicht höher oder geringer ist, aber ich hab' ein schlechtes Gedächtnis für Zahlen, deshalb lass' ich das mal lieber sein."

Er griff nach ihrer Hand, um den Serpentin hineinzulegen. "Tatsache ist aber, dass diese Steine sowohl ein Geschenk als auch eine Erinnerung von ihm sind und bis wir mehr über die anderen Steine herausgefunden haben, lasse ich dich nicht ohne dieses Geschenk und ohne diese Erinnerung herumlaufen und dich schuldig fühlen. Er würde mich teeren und federn, wenn ich das täte und das mit Recht."

Entschieden blickte er sie an. "Wenn jemand den Stein stehlen will, werden wir denjenigen zur Rechenschaft ziehen und was das Risiko angeht, dass du ihn verlieren könntest, dieses Risiko gehe ich ein. Ich vertraue nämlich darauf, dass du darauf acht geben wirst."

Mit diesen Worten ließ er den Stein in ihre Hand fallen.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Di Aug 16, 2016 10:36 pm

Es gefiel ihr in der Sitaution überhaupt nicht, dass der Professor ihre Hand nahm. Und sei es nur, um sie zu beruhigen. Sie wollte nicht beruhigt werden, sie wollte keine Belehrung über Logik, eigentlich wollte sie nur weg. Ihre gute Erziehung hielt so lange stand, bis er ihr seinen Stein einfach so in die Hand fallen ließ, in dem Wissen, dass sie nichts dagegen tun konnte. Und es gab wenig, das sie mehr hasste, als keine Wahl zu haben.
Ruckartig entriss sie McGregor ihre Hand und funkelte ihn an. "Mit Wahrscheinlichkeit hat das ganze hier überhaupt nichts zu tun. Oder wie soll ich mir die ganze Scheiße erklären, die seit Monaten mein Leben ist? Wär ja super, wenn das nach irgendeiner tollen Formel funktionieren würde, aber dann müsste morgen die internationale Quidditch League an meiner Tür klopfen und mich zur Spielerin des Jahres machen, Du-weißt-schon-wer draufgehen und alle verdammten Todesser an irgendeiner Seuche qualvoll krepieren. Aber so läuft das Leben nicht! So läuft MEIN Leben nicht. Da draußen sind massig Leute die mir schaden wollen. Die verdammte Wahrscheinlichkeit, dass sie sich weitere Dinge nehmen, die mir wichtig sind, ist also ziemlich hoch." Sie redete sich immer weiter in Rage und schrie nun fast. "Und überhaupt: Wie sollen wir jemanden zur Rechenschaft ziehen, wenn wir nichtmal wissen wer es war? Und selbst wenn, diese Schule ist nicht gerade dafür bekannt, dass die Schuldigen immer kriegen was sie verdienen. Das Ministerium erst recht nicht. So funktioniert das alles nicht! Ist mir egal, was er jetzt sagen würde, ich nehm keinen weiteren Stein! Ich hab zwei geschenkt bekommen und konnte auf keinen von beiden gut genug aufpassen! Ist mir egal, ob ich es hätte verhindern können oder nicht, ich werd nicht schuld sein, dass jemand anderes sein Geschenk auch verliert, nur weil jemand mir schaden will. Und auch ohne Stein hab ich noch die Erinnerung und die kann mir keiner nehmen..." Ihr Magen zog sich schmerzhaft zusammen. "Die lass ich mir nicht nehmen, aber ich will KEINEN WEITEREN STEIN!" Mit diesen Worten schob sie die Kette zurück in McGregors Hände, in dem Wissen, dass auch er den Stein nicht einfach fallen lassen würde. Dann versuchte sie sich an ihm vorbei zur Tür zu schieben, um der ganzen Diskussion zu entfliehen.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Fr Aug 19, 2016 12:25 am

Caradoc ließ sie zunächst ausreden und unterbrach sie nicht. Ihm war bewusst, dass sich diese ganze Flutwelle an Schmerz, Wut, und Verzweiflung nun einmal ihren Weg bahnen musste. Schon eine ganze Weile war es deutlich zu merken gewesen wie der Vulkan unter Suzanna's kühler Oberfläche zu brodeln begann und irgendwann hatte ein Funke genügt, ihn in Brand zu stecken.

Er ging ihr allerdings auch nicht aus dem Weg, als sie versuchte, sich an ihm vorbei zu schieben, sondern legte ruhig seine Hände auf ihre Schultern, wobei er sorgfältig darauf achtete, die Kette mit dem Stein nicht fallen zu lassen. Er war durchaus bereit, sich alles anzuhören, was sie ihm entgegenschleuderte, aber er war nicht bereit, sie einfach so flüchten zu lassen. Weglaufen würde ihr nicht helfen, es würde nichts besser machen.

"Mädchen, ich stimm' dir zu, in den letzten Monaten ist dir soviel Mist passiert, dass es locker für ein ganzes Leben reicht. Du hast jedes Recht, wütend zu sein, weil es einfach so verdammt ungerecht ist. Und es kann sehr gut sein, dass da noch 'ne ganze Menge mehr auf uns zukommt." Dies waren vielleicht nicht unbedingt die sensibelsten Worte, das wusste er, aber sie waren ehrlich und beschönten nichts. Er konnte ihr nicht versprechen, dass alles besser wurde, wenn die Todesser quasi vor den Toren standen und mit jedem Tag mehr an Macht gewannen.

Und wer konnte wissen, wieviel Macht sie bereits innerhalb von Hogwarts hatten.

"Aber eins muss dir immer klar sein, die Todesser und ihre möglichen Anwärter wollen nicht nur dir schaden, sondern uns allen. Sie wollen jedem Einzelnen schaden, der es wagt, sich gegen sie zu stellen, dir, mir, Elijah, Levi, Ava und allen anderen. Die Gefahr, dass uns Dinge genommen werden, die uns etwas bedeuten, betrifft jeden von uns, nicht nur dich allein. Und wir können von Glück sagen, wenn es nur Gegenstände sind und nicht noch mehr Menschen, die uns wichtig sind."

Er ließ ihre Schultern los und trat einen Schritt zurück. Einerseits um ihr mehr Raum zu geben und sie in ihrem Zustand nicht zu bedrängen, andererseits stand er nun mit dem Rücken zur Tür und sie hätte ihn schon beiseite schieben müssen, um aus dem Zimmer flüchten zu können. "Es war falsch von mir, dir den Stein aufdrängen zu wollen und dafür entschuldige ich mich.

Aber kannst du vielleicht verstehen, warum ich so gehandelt habe? Was der Grund dafür ist, dass ich ihn dir geben möchte?"
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Sa Aug 20, 2016 12:00 pm

Warum konnte er nicht einfach zur Seite gehen und sie in Ruhe lassen? War das zu viel verlangt? Frustriert wandte sie sich erst ab, ging zwei Schritte in den Raum hinein und drehte sich dann wieder um. Sie fühlte sich wie ein Tier im Käfig und für einen kurzen Moment war sie versucht einfach ihren Zauberstab zu ziehen und dafür zu sorgen, dass McGregor aus dem Weg ging. Oder sie zumindest nicht mehr aufhalten konnte.

"Ach wirklich? Und ich dachte, das war's jetzt und ab morgen sind alle Todesser friedlich und niemandem wird je wieder etwas passieren." Sie schnaubte und schüttelte wütend den Kopf. "Außerdem hab ich nie behauptet, dass sie nur hinter mir her sind! Das wär ja fast schön, dann müsst ich mir immerhin keine Sorgen machen, ob meine Freunde das Schuljahr überleben oder nicht!" Als würde sie nur an sich selbst denken! War es das was er glaubte? "Und es ist egal was Sie sagen, ich nehm den Stein nicht! Und jetzt würd ich gern gehen!"
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   So Aug 28, 2016 11:10 pm

Suzanna schien nicht einmal die Hälfte von dem verstanden zu haben, was er versuchte, ihr so mühevoll begreiflich zu machen. Nicht, dass es ihn sonderlich überraschte; kein Erziehungskonzept, mochte es auch in der Theorie noch so gut sein, überlebte schließlich den Kontakt mit einem wütenden Teenager.

Und dieser Teenager tigerte gerade wie eine Wildkatze auf und ab und wollte nichts anderes als raus hier. Caradoc hatte eigentlich nicht die geringste Lust auf Kompetenzgerangel, aber bevor dieser Punkt nicht geklärt war, würde sie ihm nicht zuhören, soviel war sicher. Also musste er in diesem Moment wohl oder übel den Lehrer rauskehren, auch wenn es ihm nicht behagte. "Schluß damit, Suzanna."

Seine Stimme war nicht viel lauter geworden, nur entschlossener. "Du darfst gehen, wenn unser Gespräch beendet ist und ich entscheide, wann es beendet sein wird. Und ja, es steht dir frei zu denken, dass das unfair und ungerecht ist und ich ein gemeiner Erwachsener bin, aber du wirst jetzt trotzdem einmal tief durchatmen und dich dann für fünf Minuten hinsetzen und mir zuhören. Haben wir uns verstanden?"
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Di Aug 30, 2016 3:27 am

Einen kurzen Moment blitzte es in ihren Augen gefährlich, dann wandelte sich ihre Wut in Eiseskälte. Ihre Miene wurde undurchdringlich und es war fast spürbar, wie sie die Mauer um sich herum neu errichtete. Alles was vorher an Vertrautheit und Offenheit in ihrem Gespräch gelegen hatte zersprang in tausend Teile.
Wortlos bohrte sich ihr Blick in seinen. Schließlich verschränkte sie die Arme vor dem Körper und setzte sich auf den Stuhl, auf dem sie schon ganz zu Anfang schon gesessen hatte.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Do Sep 01, 2016 9:41 am

Suzanna warf ihm einen mörderischen Blick zu, doch das beeindruckte Caradoc nicht weiter. Wenn er nur einen Penny für jeden bösen Schülerblick bekäme, könnte er sich sein eigenes Quidditch-Team kaufen wie dieser amerikanische Milliardär über den er...

Verdammt, was...?

Man konnte förmlich spüren, wie etwas im Raum zerbrach. Und Suzanna, die eben noch so aufgebracht gewesen war, wurde plötzlich starr wie eine Puppe.

Verwirrt blickte Caradoc auf. Was genau war da eben geschehen?

Suzanna hatte sich alles andere als beruhigt. Stattdessen hatte sie wieder ihre Mauer hochgezogen, hinter der sie sich vor Verletzungen schützte. Weil sie verletzt worden war.

Weil er sie verletzt hatte.

"Ich bin so ein Trottel", entfuhr es ihm schließlich. "Ich hätte dich nicht so anfahren dürfen."

Einen Moment lang schwieg er und kam sich entsetzlich dumm vor. Jetzt hatte er so vehement darauf bestanden, dass sie ihm zuhörte und jetzt... jetzt fehlten ihm einfach die Worte.

"Ich wollte einfach nur, dass du es verstehst", brachte er schließlich mit tonloser Stimme hervor. "Dass du verstehst, dass du nicht daran schuld bist. Wer immer dir diese Steine gestohlen hat, er ist schuld. Nicht du."
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Sa Sep 03, 2016 11:09 am

Es sah tatsächlich so aus, als würen dem Professor seine Worte jetzt leid tun. Gut so! Sollte er doch ein schlechtes Gewissen haben, was ging sie das an? Wenn er den Lehrer spielen wollte, dann würde sie ihren Teil spielen.
Ihre Stimme war genauso eisig wie ihr Blick, allerdings betont höflich, als sie ihm antwortete.
"Ich hab verstanden, Professor. War sonst noch etwas?"
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Mo Sep 19, 2016 11:33 pm

Nein, das hatte sie nicht. Ganz und gar nicht.

Aber ihm war bewusst, dass er heute nicht mehr zu ihr durchdringen würde. Sie hatte sich zu sehr hinter ihre Mauer zurück gezogen. Ein erneuter Versuch diese Mauer einzureißen, würde nichts bringen, auch wenn es genau das war, was er am liebsten tun würde.

Eine Mauer. Und dahinter ... Scherben. Genau wie bei Levi, der mit aller Macht versuchte, seinen Schmerz und seine Trauer zu verdrängen. Und wie bei Elijah, der einfach nicht gegen sein Schuldgefühl ankam. Obwohl er sich für etwas schuldig fühlte, für das er nicht verantwortlich war.

Elijah war schließlich nicht derjenige gewesen, der sich dafür entschieden hatte, die Barriere nicht zu öffnen.

"Nein, Suzanna", antwortete er schließlich auf ihre Frage. "Nicht mehr heute abend. Es gäbe noch einiges zu bereden, aber es ist wohl besser, wir verschieben das auf einen anderen Zeitpunkt."
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   So Sep 25, 2016 9:22 pm

Sie nickte nur und stand dann wieder auf. "Gute Nacht, Professor." Immerhin konnte sie jetzt endlich gehen und er bestand nicht mehr darauf dieses elende Gespräch in die Länge zu ziehen. Ohne eine weitere Reaktion abzuwarten, ging sie zur Tür und verließ den Raum.
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BeitragThema: Re: 15.2.1980, Professor McGregors Büro   Mi Nov 02, 2016 7:20 am

Na, das war ja echt großartig gelaufen...

Nachdem sie gegangen war, starrte Caradoc noch eine Weile lang auf die geschlossene Tür. Dann stand er auf, ging zu dem kleinen Schränkchen, in dem er seinen Whiskey aufbewahrte und goß sich ein Glas ein.

Einen Moment später, kippte er es kurzerhand in die Topfpflanze und stellte die Flasche wieder weg. Er hatte schließlich versprochen, ein Auge auf seinen Alkoholkonsum zu haben.

Verdammt, er hatte so vieles versprochen und nichts davon konnte er halten. Auf die Kinder aufzupassen, na großartig, wenn Suzanna schon in ihrem eigenen Haus beklaut wurde und der gesamte Briefverkehr von Todessern überwacht wurde. Für die Kinder dazusein und sich um sie zu kümmern, nun das letzte Gespräch hatte ja bewiesen wie gut er diese Aufgabe erfüllen konnte.

Sein Blick wanderte weiter, wanderte zu Devin's Bild, das dort zwischen den Büchern auf dem Regal stand. Wenn ihm eines bewusst war, dann, dass er ihn heute auf der ganzen Linie enttäuscht hatte.

Wortlos stand er auf und stapfte die Stufen zum Turmzimmer nach oben.

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